REDRAW TRAGEDY

Das Ausstellungsprojekt „Redraw Tragedy“ handelt vom künstlerischen Umgang mit folgeschweren Ereignissen, Katastrophen und Tragödien.

Die Welt ist voller Extreme, Gesellschaften polarisieren sich. In einer katastrophalen Situation sollte die Begrenzung des Schadens für Mensch, Umwelt und Gesellschaft das oberste Gebot sein.  Die  tatsächliche Situation jedoch ist oft verfahren, geschichtlich vorbelastet, von Interessens- und Meinungskonflikten beherrscht. Kommunikation ist oft kaum möglich ist – das zeigen uns auch die aktuellen globalen Krisen.

Als Künstler*innen sind wir genauso mit folgeschweren Unglücken, Tragödien und Katastrophen konfrontiert, wir bearbeiten unsere Haltung und unsere Fragen in künstlerischer Arbeit, sind dabei Akteure gesellschaftlicher Kulturen. Kann Kunst in diesem Spannungsfeld sichtbar machen, was so schwer zu fassen ist?  Aus unterschiedlichen Hintergründen und Orten kommend, öffnen wir mit einer gemeinsamen Ausstellung und mit einem Begleitprogramm uns selbst und anderen einen Raum für neue Perspektiven.

Die Ausstellung findet im Januar und Februar 2022 im Künstlerforum Bonn statt.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit den Museumstudien der Universität Bonn. Sie wird gefördert von der Sparkassenstiftung und der Stadt Bonn.

Als Begleitung und Vorbereitung ist ein Online-Programm bereits ab Herbst 2021 geplant. Veröffentlicht werden sollen Beiträgen und Diskussionen von Künstlern,  Kunsthistorikern, Wissenschaftlern, Organisationen und Betroffenen. Ziel ist ein Austausch zwischen Personen, die im Alltag sonst selten zusammen treffen und diskutieren würden.

Disziplinübergreifender Austausch  wird außerdem vor Ort im Künstlerforum in Bonn stattfinden. In einer Veranstaltungsreihe mit Fokus aufbearbeiten Teams  aus Bonner universitären Einrichtungen die künstlerischen und inhaltlichen Themen der Ausstellung aus den jeweiligen Perspektiven. Die Ergebnisse werden vor-Ort und im Online-Programm mit interessierten Publikum präsentiert und diskutiert.

Mit Hilfe des Online-Programms soll mit unterschiedlichen Formaten und Akteuren  zu einem fundierten akademisch-künstlerischen Diskurs finden, der weit über ein einfaches Ausstellungsformat hinaus geht.