RIE TANJI: STATEMENT ZUR KÜNSTLERISCHEN ARBEIT


Rie Tanji im Zoom-Gespräch
RIE TANJI: STATEMENT ZUR KÜNSTLERISCHEN ARBEIT

Rie Tanji stammt aus Fukushima. Das große Beben, den Tsunami und die Reaktorkatastrophe 2011 erlebte sie zwar nicht in ihrer Heimat, dennoch hatten die Ereignisse großen Einfluß auf ihre künstlerische Arbeit. Im Zoom-Gespräch gibt sie einen kurzen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Ihre Heimatstadt und die Natur wurden nicht nur von der Welle, sondern auch durch die Atomkraft überrollt. Viele Menschen haben ihren Wohnsitz verloren, dennoch wird die Natur, die der Mensch zum Leben braucht, immer wieder von Menschenhand zerstört. Diese Erfahrung hat ihre Bildhauerei stark verändert: „Unmittelbar nach dem Erdbeben hatte ich das Gefühl, dass die Natur von Fukushima, die von der Strahlung betroffen war, verschwunden war.“
Seit 2011 sind „Natur“, „Wohnen“, „Ort“, „Erinnerung“ Begriffe, die sich in ihren Skulpturen, Zeichnungen und Installationen wieder finden. Sie verwendet Gips, Beton und Materialien aus dem Baumarkt, stellt in Galerien, aber auch in verlassenen Häusern aus.

Für die Ausstellung REDRAW TRAGEDY hat Rie Tanji eine Reihe von Wandarbeiten vorbereitet, ein großer Teil erst jüngst entstanden. Rie Tanjis Arbeiten sind ab dem 16.1. im Künstlerforum zu sehen, das erste Mal in Europa.

Website: https://tanji-rie.tumblr.com/

Rie Tanji, Zeichnung in verlassenem Haus

Rie Tanji, Wallpaper


„Das Thema meiner Arbeit ist die Abwesenheit von Heimat.“


Rie Tanji, Skulptur in verfallenem Haus
Rie Tanji, Whitemountain, 2019, Trümmer des Restaurants, Installationsansicht

Rie Tanji, Kanna’s Kacheln , 2019, Kacheln